Die Pay to Win Problematik

So gut wie jeder MMORPG Spieler dürfte inzwischen über dieses Problem gestolpert sein, da ein Großteil dieser Spiele schon seit einer inzwischen langen Zeit als Free to Play, also als kostenlose MMORPGs, erscheinen. Doch ist Pay to Win immer so ein Problem wie es oft von vielen Spielern dargestellt wird?

Es kommt darauf an was für Gegenstände verkauft werden und wie das Spiel darauf ausgelegt ist. Viele kritisieren jegliche Form von Pay to Win, ich bin aber der Meinung, dass nicht jede Form von Pay to Win ein tatsächliches Problem darstellt, auch weil ich MMOs grundsätzlich nicht als fair ansehe (siehe Die Illusion von Fairness).

Kein echtes Problem

Gegenstände, die zwar im Ingame Shop zu kaufen sind und auch einen Vorteil im MMO bieten, aber die auch mit Ingame Währung leicht für Jeden zu kaufen sind. Derartige Gegenstände können zwar klar auch als Pay to Win angesehen werden, machen das Spiel aber nicht weniger unfair als es nicht eh schon ist. Es ist nur ein weiterer Punkt, der die Fairness etwas verzerrt aber nicht völlig zerstört und deshalb völlig in Ordnung.

Statt etwas mehr Zeit zu investieren um genug Ingame Währung zu haben, zahlt man per Echtgeld und das in einem noch recht fairen Verhältnis. Es ist eher dafür da es Spielern mit weniger Zeit zu erleichtern, da diese oft weniger Ingame Währung besitzen, während Vielspieler genug Währung haben, so das es sich für sie nicht lohnt den Gegenstand für Echtgeld zu kaufen.

Ab wann es kritisch wird

Wenn Gegenstände, die einen Einfluss auf das Gameplay haben, nur gegen Echtgeld gekauft werden können oder Ingame zu beschränkt verfügbar und viel zu teuer sind, wenn diese Verbrauchsgegenstände sind, die regelmäßig genutzt werden, oder wenn gar das MMORPG auf diese Gegenstände ausgelegt ist, dann wird Pay to Win zu einem echten Problem. Es zwingt Spieler dazu Echtgeld ausgeben zu müssen, die Alternative ist sonst oft ewig langer Grind, der schnell keinen Spaß mehr macht, oder gar eine Wand, gegen die der Spieler läuft und ab da nicht mehr weiter kommt. Dann kann nicht mehr von leicht unfair geredet werden, dann wird es richtig unfair gegenüber Spielern, die kein Echtgeld oder nicht in dieser Masse ausgeben wollen.

Die Grenze dazwischen

Hier ist es schwer festzulegen, wo harmloses Pay to Win aufhört und kritisches Pay to Win beginnt, da es hier schnell subjektiv wird. Entsprechend wird es hier immer zu Diskussionen kommen, und das völlig zurecht.

Fazit

Natürlich wäre es am besten erst gar nichts zu haben was man irgendwie als Pay to Win einstufen könnte. Wenn man es sich aber zurecht biegt könnte man schon ein Abo Modell als Pay to Win bezeichnen, weil wer nicht zahlt, der kann nicht spielen und somit auch nichts gewinnen. Ja, das Argument ist sehr an den Haaren herbei gezogen, aber so fühlt es sich oft für mich an, wenn Spieler aufschreien und laut protestieren, obwohl es sich um absolut harmloses Pay to Win handelt. Klar, Manche reagieren so aus Angst, dass das nur der Anfang ist und schlimmeres Pay to Win nachträglich kommt, aber das ist auch nicht bei Jedem so. Viele sind grundsätzlich gegen Pay to Win in jeglicher Form und oft weil sie sich einbilden MMORPGs wären auch nur im Ansatz fair.

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